»Im Jahre 1914 wurde ein Angehöriger der Kaiserlichen Marine auf ein Rennboot der Firma Lürssen aufmerksam – das erste deutsche Schnellboot war geboren.«
— Zur Geschichte des 7. Schnellbootgeschwaders
Die Geschichte des 7. Schnellbootgeschwaders reicht bis in die Zeit des Ersten Weltkriegs zurück. Die Firma Lürssen baute auf einem Rennboot ein Torpedoausstoßrohr ein – das erste deutsche Schnellboot war geboren und wurde im Krieg eingesetzt.
Ein weiterer Entwicklungsschritt folgte kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, als die Benzinmotoren durch Dieselmotoren ersetzt wurden. Die rund 35 Meter langen Boote erreichten etwa 42 Knoten und waren mit zwei Torpedorohren sowie zwei 3-cm-Fla-Kanonen bewaffnet.
Nach Kriegsende entwickelte Lürssen die Boote weiter zu den größeren JAGUAR-Klasse-Booten, den Vorläufern der zwischen 1961 und 1964 eingeführten Schnellboote der ZOBEL-Klasse.
Wappen des 7. Schnellbootgeschwaders
Die Geschichte des Wappens führt zunächst nach Afrika. Die 7. Schnellbootflottille wurde vom 1. Oktober 1941 bis April 1942 in Swinemünde aufgestellt. Im November 1942 verlegte sie über Rhein, Rhein-Rhône-Kanal und Rhône ins Mittelmeer – Einsätze in Nordafrika und Sizilien, später im Ligurischen Meer und schließlich in der Adria.
Am 13. Oktober 1944 wurde die 7. S-Flottille wegen großer Bootsverluste mit der 3. und 24. S-Flottille zur neuen 3. S-Flottille zusammengelegt, die ihr Wappen mit der Palme beibehielt – daher der Name „Afrika-Flottille".
Das 7. Schnellbootgeschwader der Bundesmarine wurde 1961 aufgestellt. Kommandeur Korvettenkapitän Müller und S 1 Kapitänleutnant von Bassi erkannten die Notwendigkeit eines eigenen Wappens. Der Kommandeur wollte das Gedenken an die Gebiete östlich der Elbe wachhalten – dieser Gedanke erschien ihm wichtiger als eine Verbindung zu Kiel, das bereits ausgiebig in die Marinetradition eingebettet war.
Kapitänleutnant von Bassi entwarf das Geschwaderwappen in Anlehnung an das Wappen des Deutschen Ritterordens – Symbol für Ritterlichkeit, Tapferkeit und soldatische Treue. Kapitän zur See Birnbacher genehmigte das Wappen.
Kamerad Dirk Jacobs hat uns Fotos vom Stapellauf des Tenders übermittelt, die seinerzeit der Werksfotograf der Werft aufgenommen hat. Herzlichen Dank, Dirk!
Dreißig Jahre Tender Elbe im 7. Schnellbootgeschwader – in zwei Kapiteln.