Geschichte

Das 7. Schnellbootgeschwader

Chronik · 1961–1999

Aufstellung und Wandel

Das Wappen

Ritterlichkeit und Treue

»Im Jahre 1914 wurde ein Angehöriger der Kaiserlichen Marine auf ein Rennboot der Firma Lürssen aufmerksam – das erste deutsche Schnellboot war geboren.«

— Zur Geschichte des 7. Schnellbootgeschwaders

Das Geschwader

Die Geschichte des 7. Schnellbootgeschwaders reicht bis in die Zeit des Ersten Weltkriegs zurück. Die Firma Lürssen baute auf einem Rennboot ein Torpedoausstoßrohr ein – das erste deutsche Schnellboot war geboren und wurde im Krieg eingesetzt.

Ein weiterer Entwicklungsschritt folgte kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, als die Benzinmotoren durch Dieselmotoren ersetzt wurden. Die rund 35 Meter langen Boote erreichten etwa 42 Knoten und waren mit zwei Torpedorohren sowie zwei 3-cm-Fla-Kanonen bewaffnet.

Nach Kriegsende entwickelte Lürssen die Boote weiter zu den größeren JAGUAR-Klasse-Booten, den Vorläufern der zwischen 1961 und 1964 eingeführten Schnellboote der ZOBEL-Klasse.

Chronik 1961–1999

  • 1961–64Aufstellung des 7. Schnellbootgeschwaders mit zehn Schnellbooten der ZOBEL-Klasse und zwei Tendern der Klasse 401
  • 1970–71Modernisierung mit Drahtlenktorpedos und radargesteuerten 40-mm-Geschützen
  • 1981–84Umrüstung auf Flugkörperschnellboote der GEPARD-Klasse
  • 1982Tender ELBE wechselt mit Tender WERRA
  • 1989Tender NECKAR wird außer Dienst gestellt
  • 1990Systemunterstützungsgruppe wird selbstständige Einheit
  • 1992Tender ELBE (Klasse 401) wird außer Dienst gestellt
  • 1993Tender ELBE (Klasse 404) nimmt Dienst im Geschwader auf
  • 1995Das Geschwader verlegt nach Warnemünde
  • 1999Neue Organisation – fünf Boote wechseln mit dem 2. Schnellbootgeschwader
Wappen des 7. Schnellbootgeschwaders Wappen des 7. Schnellbootgeschwaders

Das Wappen

Die Geschichte des Wappens führt zunächst nach Afrika. Die 7. Schnellbootflottille wurde vom 1. Oktober 1941 bis April 1942 in Swinemünde aufgestellt. Im November 1942 verlegte sie über Rhein, Rhein-Rhône-Kanal und Rhône ins Mittelmeer – Einsätze in Nordafrika und Sizilien, später im Ligurischen Meer und schließlich in der Adria.

Am 13. Oktober 1944 wurde die 7. S-Flottille wegen großer Bootsverluste mit der 3. und 24. S-Flottille zur neuen 3. S-Flottille zusammengelegt, die ihr Wappen mit der Palme beibehielt – daher der Name „Afrika-Flottille".

Das Geschwaderwappen der Bundesmarine

Das 7. Schnellbootgeschwader der Bundesmarine wurde 1961 aufgestellt. Kommandeur Korvettenkapitän Müller und S 1 Kapitänleutnant von Bassi erkannten die Notwendigkeit eines eigenen Wappens. Der Kommandeur wollte das Gedenken an die Gebiete östlich der Elbe wachhalten – dieser Gedanke erschien ihm wichtiger als eine Verbindung zu Kiel, das bereits ausgiebig in die Marinetradition eingebettet war.

Kapitänleutnant von Bassi entwarf das Geschwaderwappen in Anlehnung an das Wappen des Deutschen Ritterordens – Symbol für Ritterlichkeit, Tapferkeit und soldatische Treue. Kapitän zur See Birnbacher genehmigte das Wappen.

Stapellauf – eine kleine Sensation

Kamerad Dirk Jacobs hat uns Fotos vom Stapellauf des Tenders übermittelt, die seinerzeit der Werksfotograf der Werft aufgenommen hat. Herzlichen Dank, Dirk!

Tafel
Tafel
SBoote angetreten
SBoote angetreten
Besatzung Elbe angetreten
Besatzung Elbe angetreten
Hinweis: Die Fotos stammen aus dem Werksfotoarchiv der bauenden Werft und wurden von Kamerad Dirk Jacobs zur Verfügung gestellt.

Die Elbe – alt und neu

Dreißig Jahre Tender Elbe im 7. Schnellbootgeschwader – in zwei Kapiteln.